Category: Japan


Vergeigt!

Februar 9th, 2010 — 4:25pm

Hatschi! Zum ersten mal seit Jahren feiere ich mal wieder richtig krank. Zeit ein kürzlich geschehenes Ärgernis zu bloggen.

In jedem Japanisch Lehrbuch wird das Thema innerhalb der ersten paar Seiten abgehandelt. Die Begrüßung, gefolgt von der Übergabe der Visitenkarten. Für mich eines der größten Ärgernisse im Umgang mit Japanern, weil ich die Annahme einer Visitenkarte jedes mal vergeige und es mir immer erst zu spät auffällt.

So geschehen auch letztens bei einem Besuch eines japanischen Friseurs (die schneiden einfach besser) in Düsseldorf. Da dieser Friseur seine Mitarbeiter häufig wechselt bekomme ich fast jedes mal auch einen neuen Friseur zugewiesen. Das ist schön, da ich mittlerweile eine gewisse Routine entwickelt habe, mein Leben auf japanisch zu erzählen, andererseits aber auch schwierig, da immer erst eine gewisser Grad der Zurückhaltung und Überraschung des Japaners überwunden werden muss.

Noch ärgerlich ist es aber, das ich jetzt bei vier Friseuren, vier mal die Visitenkarte falsch angenommen habe. Einhändig, wenig beachtend, ab in die Manteltasche. Ich glaube ein japanischer Lehrer für benehmen würde mit glatt den Freitod durch Harakiri nahelegen, wenn er mir nicht schon vorher  enthauptet hätte.

Vielleicht gelingt es mir ja, mich durch diesen Blog Eintrag das nächste mal an den korrekten Ablauf zu erinnern: Beidhändig annehmen, betrachten, verbeugen und ab ins Portemonnaie.

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Der Maid-Trend geht weiter

Januar 22nd, 2009 — 12:25pm

Ein paar wissen es vielleicht. Der Maid(Dienstmädchen)-Style liegt in Japan voll im Trend. Das endete zuletzt bei den Maid-Cafes. Wem das noch nicht genug ist und sich andauernd an dem Anblick eines schwarzen Rocks mit weißem Rüschen ergötzen muss, dem kann nun mit einem völlig neuen PC Gehäuse geholfen werden. Bitte schön!
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Shouyu Ramen

Januar 12th, 2009 — 10:57pm

Vor ca. zwei Jahren habe ich zum ersten mal versucht, eine japanische Nudelsuppe zu kochen. Um es kurz zu fassen, es ging total in die Hose. Die Suppe schmeckte nach allem, aber bloß nicht nach Ramen. Daher taufte ich diese Nudelsuppe damals liebevoll 「名無しラーメン」(„Namenlose Ramen“).
Aber seit dem Tag habe ich keine Ruhe gegeben, ein Rezept zu entwickeln, das geschmacklich dem Rezept einer Nudelsuppe aus einem Restaurant nahe kommt, ohne auf Fertigprodukten zu basieren und dessen Zutaten eigentlich aus jedem Supermarkt zu bekommen seien sollten (bis auf eine paar Ausnahmen). Heute präsentiere ich euch mit Stolz mein 「醤油ラーメン」(„Soja Ramen“) Rezept, für Zuhause.

Zutaten: (Für 2 Personen)

  • Zwei Portionen Ramen oder chinesische Mie-Eiernudeln*
  • 1 zerriebene Knoblauchzehe
  • 1 Teelöffel geriebener Ingwer
  • 1 Teelöffel Sesam Öl
  • 500ml Hühnerbrühe**
  • 250ml Dashi-Brühe***
  • 1 Esslöffel Sake
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 3 Esslöffel Soja-Sauce (unverdünnte!)
  • 1 Bund in Ringe zerschnittenes Lauch (optional)
  • 1 Hand voll fein zerschnittener Nori-Blätter (optional)
  • 2-4 Scheiben geschnittes (2-3mm) und gekochtes Schweinefleisch (optional)

*Bei den Mie-Nudeln unbedingt die Eiervariante nehmen, diese nehmen den Geschmack besser auf! Weizen-Mie schmecken nicht.
**Ruhige auf Brühwürfel oder Pulver zurückgreifen. Das aus dem Bioladen schmeckt am besten!
***Dashi gibt es in Pulverform oder als Teebeutel zum aufkochen, Zubereitungshinweise beachten!

Zubereitung:
Die Zubereitung gestaltet sich relativ einfach. 750ml Wasser in einen Topf geben und die entsprechende Menge an Brühwürfeln und Dashi-Pulver, sowie den Knoblauch, Sake, Ingwer, Zucker, das Salz, Sesam-Öl und die Soja-Sauce beigeben und aufkochen lassen. Dabei immer mal wieder umrühren. Im Anschluss heiß halten. Beim probieren nicht über den starken Geschmack wundern, die Nudeln entschärfen diesen nachher massiv.

Danach die Nudeln nach Verpackungsanweisung kochen und abschrecken.

Anschließend kommen die Nudeln in zwei Schalen und werden mit der Suppe übergossen. Noch mit den optionalen Beilagen ausstatten und fertig!
Shouyu Ramen
P.S.
Bei den Beilagen kann man durchaus auch noch mehr variieren. Mais und Sesamkörner gehen auch!

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Bei rot sollst du stehen…

Januar 11th, 2009 — 1:56am

und bei blau sollst du gehen! Bei blau? Genau. Zumindest in Japan, schalten die Ampeln verbal auf blau, obwohl sie eigentlich nichts desto trotz grün sind. Spricht man einen Japaner auf diesen Umstand an, bekommt man leider auch keine richtige Antwort. Zwar ist es ihnen durchaus bewusst, das die Farbe eigentlich Grün ist, aber da man mit dem blau aufgewachsen ist und auch jeder andere „schau, die Ample ist blau“ sagt, macht man sich auch keine weiteren Gedanken darüber.

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