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Aufgebacken

September 27th, 2009 — 4:24pm

Jeder kennt es. Man will einem Bekannten oder seiner Freundin etwas gutes tun, indem man das hoffnungslos veraltete und überladene Windows neu installiert. Und im Anschluss funktioniert nichts mehr. Schlimmer noch, das Gerät erleidet aus heiterem Himmel einen Hardware defekt. Und gegen Kausalität ist man machtlos. Der, der das Gerät zuletzt angerührt hat, muss auch der Verursacher sein, den vorher lief es ja noch.

Nun ist es wie folgt. Meine Freundin benutzt ein 3 Jahre altes HP Notebook der Pavillon Serie das letztes Jahr schon einmal einem Grafikkarten defekt erlag. Das Gerät wurde ausgetauscht und alles war wieder gut. Ein paar Monate später verabschiedete sich jedoch das integrierte Wlan. Leider war da die Garantie bereits abgelaufen. Zudem verhielt sich seit der Reparatur das DVD-Laufwerk beim Abspielen von DVDs merkwürdig, da dies alle paar Sekunden merkwürdige Lesegeräusche von sich gab.

Also nahm ich dies zum Anlass, das Gerät letzte Woche einer Frischzellenkur zu unterziehen. Und es kam wie es kommen musste, nachdem Setup von XP gab das Notebook via Bios-Post-Error-Code eine defekte Grafikkarte aus.

Nun ist es so, das ich im Internet mehrfach davon gelesen habe, das tote Hardware durch eine Behandlung im Backofen bei 110-115°C für 30 Minuten wieder zum Leben erweckt wurde. Also zerlegte ich das Notebook (was zu meinem erstaunen an manchen Stellen zusammengenietet war!) nahm das Board, entfernte die CPU (AMD Sockel S1) und legte es in den Ofen. Und oh Wunder, das Board startete wieder mit Bild! Und nicht nur das. Nachdem ich Windows startete, lief sogar wieder das als verloren geglaubte Wlan Modul, welches mit in den Ofen gewandert war, da ich die Schrauben nicht gelöst bekommen habe.

Jetzt ist das Notebook wie neu, nachdem noch so manch andere Hürde genommen werden musste. Das Fazit der Geschichte lautet also, bevor man Hardware wegschmeißt, sollte man sie noch mal in den Backofen legen!

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