Archive for Januar 2009


Spießrutenlauf

Januar 31st, 2009 — 1:23pm

Ich muss meinem ärger jetzt mal endlich Luft machen, weil mein Studium regt mich wirklich auf. Ich weiß, die ersten beiden Semester sind die härtesten, man muss kämpfen. Aber wie man kämpfen muss, das geht mir derzeit nicht in den Kopf.

Anfangs war ich ja noch recht begeistert, endlich Student! Hurra! Aber meine Motivation hat sich in den letzten Wochen zusehends in Frust verwandelt. Frust darüber, dass meine Fachhochschule mit der Anzahl der Studienanfänger heillos überfordert zu seien scheint. Da ist wohl kein platz für Menschlichkeiten übrig geblieben.

Das man mal krank ist und ein Praktikum versäumt, kann ja mal vorkommen. Wenn man dann aber keinen Nachholtermin wegen einmaligen fehlen bekommt, weil keine Kapazität mehr vorhanden ist und deshalb die Klausur nicht mitschreiben darf, das ist unfair.

Das es bei einen Praktikum mal mit dem Abgabetermin eng wird, ist ebenso normal. Aber wenn man dann die letzte Aufgabe nicht abgenommen bekommt, weil der Professor am letzten Tag lieber den Leuten hilft, die noch 4 Aufgabe lösen müssen, ist dies ebenso unfair.

Die Dinge sind zwar nicht direkt mir passiert, aber vielen Leuten die ich kennen gelernt habe. Aber auch mich hat es diese Woche in einer Art und Weise erwischt, dass mir fast der Kragen geplatzt wäre. Unser GET Praktikum besteht im wesentlichen aus drei Teilen. Dem Vorkolloquium, dem Laborversuch und der Nachbearbeitung.
Vor 2 Wochen also hatte ich mein Vorkolloquium, welches mir auch anstandslos attestiert wurde. Alle Aufgaben gerechnet, keine Fehler. Gestern folgte nun Schritt zwei, der Laborversuch. Und ich staunte nicht schlecht, als mir der Laborleiter plötzlich vorwarf, meine Unterlagen seien nicht vollständig obwohl die Person vor mir dran war und zwei Wochen zuvor alles von mir in letzter Minute abgeschrieben hatte, ein Okay bekommen hatte. Jetzt bin ich kein Kameradenschwein und nahm es stillschweigend hin. Schlimmer aber noch, mein Laborpartner konnte diesem Anschiss entgehen und bekam die Unterschrift einfach so, obwohl er seine Unterlagen vollständig vergessen hatte.

Der Vogel wurde aber abgeschossen, als der Laborleiter während des Versuches einen Rechenfehler bei mir entdeckte und mich dann vollends zur Rechenschaft zog, wie einem den so ein Fehler denn nur passieren könnte und fragte ob man denn überhaupt Ahnung von dem Thema hätte. Ich meine, Hallo? Bei 7 Seiten Rechnung kann es doch mal passieren, wenn ein Rechenfehler passiert? Zumal es ja nicht nur ein Fach gibt für das ich lernen muss. Da passieren einem halt mal Flüchtigkeitsfehler!

Klar kann ich manche der Professoren und Laborleiter verstehen. 330 Studienanfänger, das sind ca. doppelt so viele wie normal, sind eine ganze menge Arbeit. Aber wenn man schon so viele Leute für das Studium zulässt, sollte man schauen, dass man dies auch organisiert bekommt und die Leute nicht absichtlich auf der Strecke lässt.

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Der Maid-Trend geht weiter

Januar 22nd, 2009 — 12:25pm

Ein paar wissen es vielleicht. Der Maid(Dienstmädchen)-Style liegt in Japan voll im Trend. Das endete zuletzt bei den Maid-Cafes. Wem das noch nicht genug ist und sich andauernd an dem Anblick eines schwarzen Rocks mit weißem Rüschen ergötzen muss, dem kann nun mit einem völlig neuen PC Gehäuse geholfen werden. Bitte schön!
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Handy Historie

Januar 18th, 2009 — 10:20pm

So, eine lange und harte Woche ist vorbei und die nächste steht schon vor der Tür. Das Grundstudium ist wirklich kein Spaß!

Nichts desto trotz hatte ich am Wochenende etwas Zeit aufzuräumen. Unerwartet fand ich dabei noch ein paar alte Handys von mir, was mich spontan dazu veranlasst hat, eine kleine Liste aufzustellen, welche Handys ich bisher verwendet, und welche ich Erfahrungen damit gemacht habe. Los gehts!

Sagem MC922 (ca. 1999)
mc922
Mein aller erstes Handy verdanke ich wohl einer der ersten Tchibo Handy-Aktionen. Ich kann mich gut daran erinnern, mit diesem Gerät damals sehr überfordert gewesen zu sein. Das fing mit den durch T9 erzwungenen komisch klingenden SMS an und endete damit, das ich mir alle Telefonnummern auf ein Blatt Papier notierte, da ich nicht wusste, wie man diese aus dem Telefonbuches des Handys auswählen konnte.

Nec n22i (ca. 2002)
n22i
Mein zweites Handy, das n22i. Nach meinem ersten Japan Aufenthalt war ich völlig perplex, wie weit wir in Deutschland mit der Technik zurück lagen (und immer noch liegen). Da ich viele Bekanntschaften in Japan machte, die allesamt Handys mit „i-mode“ verwendeten, staunte ich nicht schlecht als ich herausfand, dass es auch in Deutschland bei e-plus i-mode gab.
Das n22i war an sich ein geniales Handy, leider taugte e-plus als Netzanbieter für Datenübertragung überhaupt nicht. Ich habe wohl mehr Zeit mit Verbindungsabbrüchen verbracht, als mit Surfen, zumal bis zum Schluss die Preise für die Datenpakete unverschämt teuer blieben.
Ansonsten war ich begeistert von dem Farbdisplay und der Möglichkeit, unterwegs Emails zu schreiben und in Echtzeit zu empfangen, sowie den Spiegel zu lesen.

Mitsubishi m430i (2006)
m430i
Nach meinem zweiten Aufenthalt in Japan wechselte ich dann auf das Mitsubishi m430i, welches technisch gesehen jedoch wie ein Schlag ins Gesicht wirkte. Verwöhnt von Flash-Menüs, Autofokus-Kamera und 1Mbit Übertragungsgeschwindigkeit, wirkte das Handy einfach lächerlich. Und e-plus zwar immer noch die schlechteste Wahl, was Datentarife anging, aber ohne i-mode und Push-Email kam ich nicht mehr aus. Jedoch hatte das Handy viele Mängel in der Software, weshalb ich es schnell ausmusterte.

Nec n400i (2006)
n400i
Dieses Handy hatte ich auch nicht relativ lange, aber es war wesentlich angenehmer zu bedienen, als das m430i. Zwar war die Kamera um einiges schlechter, aber die Software dafür umso besser. Ein Traum war die Tastatur, auf welcher es sich unglaublich angenehm tippen ließ.

Nec n410i (2006)
n410i
Kurz nachdem ich das n400i erworben hatte, machte ich mich auf die Suche nach dem n410i. Dies war gar nicht mal so einfach! Es gab nur ab und zu ein Angebot auf eBay und dort gingen die Preise in unglaubliche Höhen. Aber irgendwann spielte mir das Glück in die Handy und ich konnte es günstig ersteigern. Viele Änderungen gab es gegebüber dem n400i nicht, nur eine Kamera mit höherer Auflösung und mehr internen Speicher.
Auch war die Tastatur geringfügig schlechter, aber immer noch besser als bei anderen Handys.

Sony Ericsson w550i (2006)
w550i
Und noch ein Handy während 2006. Das w550i habe ich als Zweit-Handy genutzt und war eigentlich recht angetan vom Design und der Handhabung. Jedoch verkaufte ich es relativ schnell wieder, da mir zwei Handys doch einfach zu viel waren.

Sony Ericsson w850i (2007)
w850i
2007 wechselte ich dann vom n410i auf das w850i und wechselte auch gleich den Anbieter zu o2. Das w850i war ein feines Handy mit einem sehr guten MP3 Player. Die Kamera war okay, die Tasten für meinen Geschmack etwas zu weit unten angeordnet und zu klein. Ein Highlight war die Möglichkeit, imap-idle zu verwenden. Damit konnte ich getrost auf i-mode verzichten. Leider löste sich das Handy nach 1 1/2 Jahren in seine Bestandteile auf und musste ersetzt werden.

Sony Ericsson z770i (2008)
z770i
Ein sehr gutes Handy. Große Tasten, schönes Display und edles Design. Zudem gelang es mir vor kurzem, dem Handy einen Font zu installieren, der es mir ermöglicht, Japanisch darzustellen. Dieses Modell werde ich nicht so schnell wieder hergeben!

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Shouyu Ramen

Januar 12th, 2009 — 10:57pm

Vor ca. zwei Jahren habe ich zum ersten mal versucht, eine japanische Nudelsuppe zu kochen. Um es kurz zu fassen, es ging total in die Hose. Die Suppe schmeckte nach allem, aber bloß nicht nach Ramen. Daher taufte ich diese Nudelsuppe damals liebevoll 「名無しラーメン」(„Namenlose Ramen“).
Aber seit dem Tag habe ich keine Ruhe gegeben, ein Rezept zu entwickeln, das geschmacklich dem Rezept einer Nudelsuppe aus einem Restaurant nahe kommt, ohne auf Fertigprodukten zu basieren und dessen Zutaten eigentlich aus jedem Supermarkt zu bekommen seien sollten (bis auf eine paar Ausnahmen). Heute präsentiere ich euch mit Stolz mein 「醤油ラーメン」(„Soja Ramen“) Rezept, für Zuhause.

Zutaten: (Für 2 Personen)

  • Zwei Portionen Ramen oder chinesische Mie-Eiernudeln*
  • 1 zerriebene Knoblauchzehe
  • 1 Teelöffel geriebener Ingwer
  • 1 Teelöffel Sesam Öl
  • 500ml Hühnerbrühe**
  • 250ml Dashi-Brühe***
  • 1 Esslöffel Sake
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 3 Esslöffel Soja-Sauce (unverdünnte!)
  • 1 Bund in Ringe zerschnittenes Lauch (optional)
  • 1 Hand voll fein zerschnittener Nori-Blätter (optional)
  • 2-4 Scheiben geschnittes (2-3mm) und gekochtes Schweinefleisch (optional)

*Bei den Mie-Nudeln unbedingt die Eiervariante nehmen, diese nehmen den Geschmack besser auf! Weizen-Mie schmecken nicht.
**Ruhige auf Brühwürfel oder Pulver zurückgreifen. Das aus dem Bioladen schmeckt am besten!
***Dashi gibt es in Pulverform oder als Teebeutel zum aufkochen, Zubereitungshinweise beachten!

Zubereitung:
Die Zubereitung gestaltet sich relativ einfach. 750ml Wasser in einen Topf geben und die entsprechende Menge an Brühwürfeln und Dashi-Pulver, sowie den Knoblauch, Sake, Ingwer, Zucker, das Salz, Sesam-Öl und die Soja-Sauce beigeben und aufkochen lassen. Dabei immer mal wieder umrühren. Im Anschluss heiß halten. Beim probieren nicht über den starken Geschmack wundern, die Nudeln entschärfen diesen nachher massiv.

Danach die Nudeln nach Verpackungsanweisung kochen und abschrecken.

Anschließend kommen die Nudeln in zwei Schalen und werden mit der Suppe übergossen. Noch mit den optionalen Beilagen ausstatten und fertig!
Shouyu Ramen
P.S.
Bei den Beilagen kann man durchaus auch noch mehr variieren. Mais und Sesamkörner gehen auch!

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Googlen lernen

Januar 11th, 2009 — 8:31pm

Leute wie ich, die Regelmäßig in Internetforen unterwegs sind, kennen das. Gibt es ein bekanntes Problem, kann man vor sich vor Hilferufen nicht mehr retten. Die selbe Frage und immer gleiche Antwort finden sich dutzendfach in Foren. Die obligatorische Aufforderung die man immer wieder findet „nutz doch google“, scheint sich bei den meisten wohl nicht einzuprägen.

Einen neuen Ansatz scheint diese Seite zu bieten. Anstatt auf Worte, setzt der Autor auf die einprägsame Kraft von Bildern. Anschaulich wird dem Hilfesuchenden gezeigt, wie man Google benutzt. Der Clou an der Sache ist, dass man das Suchthema individuell anpassen kann, damit die entsprechende Person auch wirklich versteht, was Google macht und über das Suchergebnis auch gleich eine Antwort zu seiner Frage findet ^^.

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Bei rot sollst du stehen…

Januar 11th, 2009 — 1:56am

und bei blau sollst du gehen! Bei blau? Genau. Zumindest in Japan, schalten die Ampeln verbal auf blau, obwohl sie eigentlich nichts desto trotz grün sind. Spricht man einen Japaner auf diesen Umstand an, bekommt man leider auch keine richtige Antwort. Zwar ist es ihnen durchaus bewusst, das die Farbe eigentlich Grün ist, aber da man mit dem blau aufgewachsen ist und auch jeder andere „schau, die Ample ist blau“ sagt, macht man sich auch keine weiteren Gedanken darüber.

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Wie das iPhone in Japan floppt

Januar 9th, 2009 — 9:50pm

Noch bevor das iPhone in Japan veröffentlich wurde, habe ich es vorher gesagt und nun trifft es wahrhaftig ein. Die Japaner und die Konkurrenz ignorieren es, das super Handy, welches doch angeblich so revolutionär war. Wieso ausgerechnet die technikverliebten Japaner, die sonst keine Scheu vor technischen Neuerungen und Revolutionen zeigen? Die Antwort ist simpel, das iPhone ist in Japan nämlich alles andere als ein Fortschritt, sondern ein technischer Rückschritt. Das iPhone müsste schon mit diesem Gerät mithalten.

  • Die Displayauflösung? Längst ein alter Hut. Japanische Handys nutzen mittlerweile 480×640 Displays, die japanische Kopie verwendet sogar 1024×480 Pixel.
  • Push-Email? Seit 1999 in Japan bekannt.
  • Emojis zur Einführung? Ne, benutzen die Japaner ja sonst kaum! (Achtung, Ironie)
  • Die 2 MP Kamera? Sogar in Europa bereits veraltet.

Mit etwas Glück wird das iPhone bald so verschenkt wie Nokias Handys, nachdem diese auch am japanischen Markt gescheitert sind. Dann wäre ich einer der ersten, die Zuschlagen würden! ^皿^

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Ausgevistat

Januar 9th, 2009 — 8:31pm

Ich weiß auch nicht, was im Dezember 2007 in mich gefahren seien muss. Urplötzlich hatte ich damals das Verlangen, meinen iMac der ersten Intel Generation zu verkaufen und mir einen x86-Kompatiblen PC von HP zu kaufen um darauf ein gehacktes Mac OS X laufen zu lassen. Ich Idiot!

Dies war wohl die größte Fehlentscheidung meines (finanziellen) Lebens. Denn mit diesem Schritt katapultierte ich mich aus dem „Update-Zyklus“ raus. Was das ist? Ganz einfach. Macintoshs haben die Angewohnheit, über die Zeit nur im geringen Maße an Wert zu verlieren. Meine Taktik bestand damals darin, wenn ich einen Mac erwarb, diesen ca. 1-2 Jahr lang zu nutzen und dann im richtigen Moment zu verkaufen um mit einem kleinen Differenzbetrag auf ein neues Modell upgraden zu können. Mit dem Erwerb eines PCs jedoch, habe ich mich aus diesem Zyklus rausgeworfen, da mein PC innerhalb von nur einem Jahr über die Hälfte seines Wertes verloren hat.

Trotzdem habe ich diesen jetzt verkauft, damit ich mich irgendwann wieder in Zyklus „einkaufen“ kann ^^. Zudem ist der Traum, auf einem PC Mac OS X laufen zu lassen, längst Vergangenheit, da es einfach immer wieder kleine Macken und Probleme gab, die sich nicht beheben ließen. Und so quälte ich mich ca. drei Monate lang mit Vista. Was mir dabei alles geschah, möchte ich lieber nicht aufzählen.

Nun verwende ich meinen „BackUp Mac“, ein MacBook1,1 und freue mich, endlich wieder an einem vernünftigen System arbeiten zu können ^^b.

Comment » | Macintosh

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